20 Jahre Darmzentrum Ruhr
20 Jahre Darmzentrum Ruhr
- Jubiläumsveranstaltung für Patienten rückt Vorsorge und moderne Darmkrebsmedizin in den Fokus
Das Darmzentrum Ruhr hat sein 20-jähriges Bestehen mit einer Patientenveranstaltung im Auditorium des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum gefeiert. Rund um das Thema Darmgesundheit informierten Expertinnen und Experten aus Medizin und Forschung über aktuelle Entwicklungen in der Darmkrebsmedizin. Die zentrale Botschaft der Veranstaltung war eindeutig: Früherkennung ist entscheidend, Vorsorge rettet Leben.
Im Mittelpunkt der Jubiläumsveranstaltung standen verständliche Vorträge zu Prävention, Diagnostik und modernen Therapieformen bei Darmkrebs. Dabei wurde deutlich, wie stark sich die Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen zwei Jahrzehnten weiterentwickelt haben. Neue Ansätze wie Immuntherapien, mRNA-basierte Forschungsansätze, moderne chirurgische Verfahren oder der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Früherkennung eröffnen heute zusätzliche Perspektiven für Patientinnen und Patienten.
Besonders eindringlich betonten alle Vortragenden die Bedeutung der Darmkrebsvorsorge. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere Darmspiegelungen, ermöglichen es häufig, Vorstufen von Krebs frühzeitig zu erkennen und zu entfernen, noch bevor eine Erkrankung entsteht.
Zu den Referenten der Veranstaltung gehörten unter anderem Prof. Dr. med. Waldemar Uhl, Prof. Dr. med. Anke Reinacher-Schick, Prof. Dr. med. Alanna Ebigbo, Prof. Dr. med. O. Belyaev und Prof. Dr. med. Christian Baues vom St. Josef-Hospital des Katholischen Klinikums Bochum sowie Björn Freitag, Sprecher des Darmzentrums Ruhr. Den wissenschaftlichen Vorsitz der Veranstaltung übernahmen Prof. Dr. med. Heiner Wolters und Prof. Dr. med. Ali Canbay. Die Begrüßung erfolgte durch Prof. Dr. med. Andrea Tannapfel, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Auch Vertreter aus Politik und Selbsthilfe waren beteiligt, darunter der Bundestagsabgeordnete Serdar Yüksel sowie Trudie Czybulka von der ILCO-Selbsthilfegruppe.
Im Anschluss an die Vorträge hatten Besucherinnen und Besucher bei einer Podiumsdiskussion sowie im Format „Meet the Experts“ die Möglichkeit, persönliche Fragen direkt mit den Fachleuten zu besprechen. Auch die ILCO-Selbsthilfegruppe war vor Ort vertreten und bot Austauschmöglichkeiten für Betroffene.
Bereits am Vorabend hatte ein Empfang im Restaurant Franz Ferdinand stattgefunden. Dort blickten Beteiligte und Wegbegleiter auf die Entwicklung des Zentrums zurück. Zu den Rednern gehörte auch Prof. Dr. Wolff Schmiegel, der das Darmzentrum Ruhr mitbegründet hat.
Das Darmzentrum Ruhr war bundesweit die erste zertifizierte Einrichtung dieser Art. Ziel des Netzwerks ist eine optimale, leitliniengerechte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Darmerkrankungen.
Im Darmzentrum Ruhr arbeiten mehrere Kliniken eng zusammen. Dazu gehören die Bochumer Universitätskliniken Knappschaftskrankenhaus und St. Josef-Hospital des Katholischen Klinikums Bochum sowie die Krankenhäuser der Katholischen St. Paulus Gesellschaft, das Katholische Krankenhaus Dortmund-West, das St. Rochus Hospital Castrop-Rauxel und das St.-Josefs-Hospital Dortmund-Hörde. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen wird eine umfassende und individuell abgestimmte Behandlung gewährleistet.
Im Bild oben zu sehen: (v.l.n.r.) Christopher Wittmers, Prof. Dr. med. Heiner Wolters, Prof. Dr. med. Ali Canbay, Prof. Dr. med. Anke Reinacher-Schick, Trudie Czybulka, Prof. Dr. med. Waldemar Uhl, Prof. Dr. Alanna Ebigbo, Prof. Dr. med. Christian Baues, Prof. Dr. med. Orlin Belyaev, Björn Freitag